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Werkzeuge für das überbetriebliche Qualitäts- und Gesundheitsmanagement

Die Märkte der Zukunft erfordern eine Vernetzung von Qualitätsmanagementaufgaben entlang von Wertschöpfungsketten über Unternehmens- und Landesgrenzen hinweg. Auch die deutsch-niederländische Fleischwirtschaft steht vor dieser Herausforderung. Sie hat bereits vor fünf Jahren erkannt, dass insbesondere wenn es um den präventiven Verbraucherschutz geht, grenz- und stufenübergreifende Forschungskooperationen notwendig sind. Ohne eine neutrale Forschungs- und Entwicklungsplattform scheitern grundlegende Innovationen in fleischerzeugenden Ketten oft daran, dass die kleinen und mittleren Betriebe der „grünen“ und „roten“ Seite den notwendigen Abstimmungsbedarf untereinander nicht erbringen können. Denn bei einer immer stärker arbeitsteiligen
und grenzüberschreitenden Fleischerzeugung lassen sich praktikable Konzepte für komplexe technische und organisatorische Aufgaben im überbetrieblichen Qualitäts- und Gesundheitsmanagement immer weniger von Einzelorganisationen, sondern nur gemeinsam von interdisziplinären Expertengruppen vorwettbewerblich entwickeln und erproben.

Deshalb wurde im Januar 2001 der internationale Verein GIQS (Grenzüberschreitende Integrierte Qualitätssicherung) gegründet, der deutsche und niederländische Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung zusammenbringt und die Trägerschaft dieses Verbundprojektes übernahm. „Qualität lebt vom Informationsaustausch“.

Unter diesem Motto haben erstmals zwölf deutsche und niederländische Organisationen und Unternehmen gemeinsam an der Weiterentwicklung von Qualitäts- und Gesundheitsmanagement-Systemen in der Schweinefleischerzeugung gearbeitet. Hierzu standen 3,3 Millionen Euro aus Mitteln des EU-Interreg IIIA Programms der Euregio Rhein-Waal sowie eine Kofinanzierung des niederländischen Landwirtschaftsministeriums, der Provinz Gelderland, des nordrhein-westfälischen und des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums sowie der beteiligten Unternehmen der Fleischwirtschaft zur Verfügung.

Aus der engen Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft, darunter der Universitäten Bonn (D) und Wageningen (NL) entstanden neue innovative Werkzeuge. Pilotpartner aus den Euregios Rhein-Waal, Gronau und rhein-maas-nord brachten sich in die Umsetzung und Erprobung ein. Sie unterstützen Landwirte, Tierärzte sowie Mitarbeiter von Schlacht-, Verarbeitungs- und Dienstleistungsunternehmen, die Qualität von Produkten und Prozessen gezielter zu planen, zu produzieren und zu kontrollieren.

Unser Dank gilt an dieser Stelle all jenen, die durch ihr Engagement zum Erfolg des grenzüberschreitenden Pilotprojektes beigetragen haben:
  • Den Mitarbeitern der Euregio Rhein-Waal, der Landesministerien und der Universitäten für ihre wertvolle Beratung bei der Gründung von GIQS und der Unterstützung bei der administrativen Abwicklung des Projektes;
  • den Leitern der Arbeitsgruppen und Koordinatoren der Pilotketten für ihre kompetente und einsatzfreudige Mitarbeit;
  • den mehr als 60 Experten aus 25 Organisationen, die sich zeitweise oder über die gesamte Projektlaufzeit mit ihren Ideen und ihrem Wissen in die vier thematischen Arbeitsgruppen einbrachten;
  • den Autoren dieses Berichtes, die sich bereit erklärt haben, auch nach Abschluss des Projektes als Ansprechpartner für ihre Teilaufgaben zur Verfügung zu stehen.
Dieser Bericht stellt eine Zusammenfassung der wichtigsten Projektergebnisse dar. Er ist in deutscher und niederländischer Sprache erhältlich. Ergänzende Details zu den einzelnen Werkzeugen und ihrem Einsatz in den Pilotketten sind auf einer neu geschaffenen Wissensplattform unter www.giqs.org/wissen für alle Interessierten zugänglich.


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